BEACHCLUB2010®

Der BEACHCLUB2010® ist bestrebt, die Sportart Beachtennis in Deutschland und weltweit bekannter zu machen. Das Organisationsteam veranstaltet nationale und internationale Turniere, unterstützt Vereine beim Bau von Beachanlagen und bietet in seinem Online-Shop Beachtennis-Schläger, Bälle, Taschen und Zubehör für eine Beachanlage.

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Die schönsten Strände der Welt bereist zu haben war die größte Freude für mich. Ich habe wunderbare Orte besucht, aber mich haben mehr die gute Gesellschaft und die sozialen Kontakte interessiert.

Marco Ortolani

MARCO ORTOLANI

Das Zehnjährige von unserem BEACHCLUB2010® haben wir zum Anlass genommen, unsere Wegbegleiter zu Wort kommen zu lassen. Wir haben Spieler, Organisatoren oder auch Kommentatoren nach ihrer Beachtennis-Geschichte befragt. Welche Antworten wir bekommen haben, lesen Sie in den folgenden Interviews. Geburtstagswünsche inklusive.

Marco Ortolani, 52, ist in Ravenna geboren und lebt auch heute in Ravenna. Mit seinem eigenen Stil hat er Beachtennis seit 2003 begleitet. Marco Ortolani hat 150 Turnieren seine Stimme gegeben, davon neun Ausgaben des Turniers “Città di Cervia”, von denen sechs den Titel der ITF Weltmeisterschaften trugen. Orto, wie ihn seine Freunde nennen, war schon immer ein Sportbegeisterter. Seine Arbeit als Journalist hat ihm ermöglicht, den Sport zu begleiten. Er hat die Beachtennis-Oscars ins Leben gerufen, mit denen er gemeinsam mit vielen Kollegen jedes Jahr die besten Spieler geehrt hat. Orto hat das Buch "Beach Tennis Ravenna Capitale" geschrieben, in dem er den Aufstieg von Beachtennis in seiner Stadt beschreibt. Er hat uns einen Gruß zu unserem Zehnjährigen geschickt: "Gebt mir meinen Strand in der Emilia-Romagna, drei Freunde zum Spielen, vier Schläger, einen Ball und ein Bier. Mehr brauche ich nicht."

Mit uns sprach er über seine Erfahrungen am Mikrofon, die schönsten Strände der Welt und seine Lieblings-Oscars.

ZUR PERSON

  • 24. Juni 1967
  • Ravenna/Italien
  • Ravenna/Italien
  • Speaker, Journalist
  • 6x WM in Cervia

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Hast du die Entscheidung, die Beachtennis-Welt im Jahr 2017 verlassen zu haben, je bereut?

Ehrlicherweise nein. Auch ein tolles Abenteuer wie meines im Beachtennis musste früher oder später enden. Vielleicht hätte ich sogar früher aufhören sollen.

Wie meinst du das?

Der Altersunterschied hat mich daran gehindert, die passende Vertrautheit mit den jüngeren Spielern zu finden. Es war schwieriger für mich, diese zu würdigen. Die Events waren immer mehr bestimmt von der Musik, und somit hat es mehr einen Unterhalter gebraucht als einen Journalisten. Als ich gesehen habe, dass mein Mikrofon in gute Hände fallen würde, ist es mir leicht gefallen, mich zu verabschieden - nachdem ich all das, was ich konnte, eingeworfen hatte für den Aufstieg dieses Sports.

Die hast die Geschichte dieses Sports von Beginn dieses Jahrtausends an live mitverfolgt. Wenn du drei spezielle Momente nennen solltest, welche wären das?

Da ist zum ersten mein erstes Turnier im Ausland im Jahr 2006 auf La Reunion. Dort habe ich bei den Spielern aus einer fernen Insel die Leidenschaft gesehen für ein Spiel, das wir erfunden hatten. Zum zweiten nenne ich das erste Turnier im Foro Italico in Rom im Jahr 2008; dort hatte Beachtennis die Chance durchzustarten, aber diese wurde nicht optimal genutzt. Und zum dritten das Turnier in Marina Romea im Jahr 2010, als die Vereinigung, die vor allen von Alessandro Calbucci herbeigeführt wurde, endlich dafür sorgte, dass die besten Spieler sich alle bei einem Turnier messen konnten.

Beachtennis hat sich in all diesen Jahren sehr verändert. Wie hast du die Entwicklung wahrgenommen vom Beginn mit den Holzschlägern über die Jahre unter der Führung der IFBT um Gianni Bellettini und dem Einstieg der ITF bis heute?

Die Entwicklung ging derart schnell und spektakulär vonstatten, reich an Episoden und Persönlichkeiten, dass ich ein Buch darüber schreiben wollte. Es war gleich klar, dass all diejenigen, die mit Beachtennis in Kontakt kamen, von dem Sport fasziniert waren, vor allen die Kinder. Unsere Spieler haben das hervorragend gemacht, speziell die Spieler aus Ravenna, die jede Möglichkeit genutzt haben, mit ihrer Begeisterung das Spiel aus technischer Sicht zu erklären, aber auch großartige, fesselnde und wirtschaftlich erträgliche Events zu organisieren.

Dein Job in der Beachtenniswelt war der des Speakers. Welche Bedeutung hatte das für dich und was konntest du diesem Sport geben?

Ich habe meinen Stil gewählt, mit absoluter Unparteilichkeit, mit Respekt vor dem Spiel (ich habe nie während der Ballwechsel gesprochen, wie es anderswo praktiziert wird, zum Beispiel auf Aruba), mit Solidarität gegenüber der Spieler (ich habe mich nie mit Fehlern aufgehalten, sondern immer nur die tollen Spielzüge kommentiert), mit Aufmerksamkeit für die Anforderungen der Organisatoren und Sponsoren, die Geld eingebracht hatten. Außerdem mit der Notwendigkeit, die Regeln und die Taktiken zu erläutern, vor allem dann, wenn ich gemerkt habe, dass die Zuschauer keine Experten waren. Und ich habe immer versucht, den Spielern den Eindruck zu vermitteln, sie seien Hauptdarsteller, indem ich so oft wie möglich von ihrer Persönlichkeit und ihren kuriosesten Eigenarten gesprochen habe. Und ich habe sie so oft wie möglich ans Mikrofon geholt, damit sie sich noch näher an den Zuschauern gefühlt haben.

  • Marco Ortolani
    WM ITF 2017, Cervia
  • Marco Ortolani
    WM IFBT 2008, Marina di Ravenna, mit Alex Mingozzi, Matteo Marighella, Alessandro Calbucci und Nicola Gambi
  • Marco Ortolani
    WM ITF 2013, Cervia

Du hast ja auch viele Artikel über Beachtennis geschrieben, was macht die Faszination dieses Sports aus?

Die einfachen Regeln und die Möglichkeit für Anfänger, gleich alle möglichen Schlagvarianten spielen zu können. Vom Aufschlag über den Schmetterball bis zur Abwehr im Hechtsprung. Wenn man daran denkt, haben andere Sportarten zu Beginn wichtige limitierende Faktoren: Beim Volleyball ist schon der Aufschlag ein schwieriger Schlag, die Annahme ist ausgesprochen kompliziert und der Schmetterball wird fast unmöglich, wenn du nicht eine gewisse Körpergröße hast. Beim Beachtennis kann dir der Schlag eines Champions auch gelingen (vielleicht nur einer), wenn du erstmals den Schläger in die Hand nimmst. Selbstverständlich hilft auch die Tatsache, dass wir am Strand sind, in Urlaubsstimmung, mit Athleten, die ihren Körper zur Schau stellen können, knapp bekleidet, mit Accessoires etc.

Du verfolgst auch Volleyball, aus dem Beach-Volleyball entstanden ist mit seinem weltweiten Erfolg. Welche Schritte fehlen Beachtennis, um einen ähnlichen Weg einzuschlagen?

Ich halte die lange Dominanz der Italiener für den größten limitierenden Faktor. Eine Sportart, bei der immer die Gleichen gewinnen, wird als lokales Phänomen wahrgenommen. Beach-Volleyball hatte gleich den Vorteil, dass es die Rivalität zwischen Brasilien und den USA gab (zwei olympische Größen), das war ein großes Glück für die Sportart. Da hätte ich mir beim Beachtennis ein bisschen mehr erwartet aus Brasilien, Russland, Deutschland, Frankreich, den USA etc. Stattdessen war das Übergewicht meiner italienischen Freunde bis heute groß. Auf olympischem Niveau wird es aus geopolitischen Gründen kaum möglich sein, dass entschieden wird, eine mögliche Medaille einem zweitklassigen Land wie Italien zu "schenken", auch wenn Beachtennis bereits gute Karten in der Hand hält auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Der andere limitierende Faktor ist das Fernsehen. Man müsste mit größeren Bällen spielen, leuchtenden Linien, farbigem Sand und in professionelle TV-Produktionen investieren, mit Zeitlupen und Wiederholungen.

Lass uns zu den Anfangsjahren zurückkehren, als die Meloni-Zwillinge quasi unbesiegbar waren. Welches war der Geist dieses Spiels, und wie sah es aus, als du aufgehört hast?

Zu Zeiten der lieben Meloni-Schwestern war Beachtennis ein einfacher Zeitvertreib und zeichnete die Spieler mit dem größten Talent aus. Spieler waren glücklich, wenn sie eine fast symbolische Siegprämie erhielten. Zu Auslandsreisen ging man mit dem Sinn eines touristischen Abenteuers. Dann hat man langsam verstanden, dass Training, mentale Vorbereitung, Zeitinvestitionen und Reisegeld nötig waren um zu gewinnen. Die Spieler haben schnell Sprachen gelernt um die Möglichkeit zu nutzen, die weltweiten Siegprämien einzusammeln. An diesem Punkt ist Beachtennis zu einem Sport geworden: Es genügte nicht mehr, von Haus aus talentiert zu sein, man reiste nun um zu gewinnen, nicht mehr, um Urlaub zu machen.

Außer den Meloni-Schwestern hast du auf dem Platz und auf dem Podium viele Topspieler gesehen. Wer hat die Geschichte dieses Sports mitgeschrieben und weshalb? Wem würdest du deine Oscars geben für ihren Anteil am Erfolg von Beachtennis?

Meine persönlichen Oscars teile ich auf zwischen meinen Freunden aus Ravenna: Lele Bianchedi und Maurizi Di Cori und die Schwestern Alice und Serena Meloni für ihre Pionierarbeit; Alex Mingozzi und Matteo Marighella, die ersten, die mit ihrer langen Verbundenheit die Idee eines Teams verwirklicht haben und denen ich immer nahe stand; Nicola Gambi, dem spektakulärsten Spieler; Marco Garavini, dem Naturtalent; Paolo Tazzari mit seiner exzellenten Taktik und Begabung als Coach; Alan Maldini, der die Eleganz und die Schlagkraft vom Tennis in den Sand gebracht hat; Alessandro Calbucci, dem erhabenen Athleten und charismatischen Hauptdarsteller im Gesamtwerk, die Beachtennis-Bewegung zu vereinen, was die Basis für den Wachstum war. Und dann Federica Bacchetta, die immer daran geglaubt hat, auch wenn der Weg für die Frauen immer ein wenig steiniger gewesen ist als für die Männer.

  • Marco Ortolani
    WM ITF 2017, Cervia, mit Giulia Gasparri und Federica Bacchetta
  • Marco Ortolani
    World-Cup 2009, Rimini, mit Alex Mingozzi, Matteo Marighella und Kollegen
  • Marco Ortolani
    WM ITF 2013, Cervia
  • Marco Ortolani
    WM ITF 2013, Cervia, mit Maximilian Hamm, Paolo Tronci und Alex Mingozzi

Für viele Jahre hast du gemeinsam mit anderen tatsächlich Oscars vergeben an die besten Spieler eines Jahres. Wie kam es zu dieser Idee und wie haben die Spieler sie angenommen?

Die Oscars von der AGB waren tatsächlich meine Idee. Ich hatte gehofft, damit die Sichtbarkeit der Spieler zu erhöhen. Aber wir haben da wohl mehr Kontroversen als Ruhm erreicht. Entweder war die Idee nicht gut, oder sie wurde missverstanden. Am Ende war es so, dass die Gewinner gejubelt haben, und die anderen haben sich beschwert. Vielleicht ist das auch das Schicksal jeder Prämie, von den Oscars im Kino über die verschiedenen Musikpreise oder Buchpreise bis zum Goldenen Ball. Das eigentliche Konzept des Besten ist eher schwierig zu definieren.

Du bist in Ravenna geboren, wohnst in Ravenna, aber fürs Beachtennis hast du auch die Welt bereist. Welches waren deine schönsten Ziele?

Die schönsten Strände der Welt bereist zu haben war die größte Freude für mich. Ich habe wunderbare Orte besucht, aber mich haben mehr die gute Gesellschaft und die sozialen Kontakte interessiert. Auf Aruba gibt es eine spezielle Euphorie, die immer auch einen eher ruhigen Menschen wie mich in ihren Bann gezogen hat; auf La Reunion habe ich eine großartige Atmosphäre gefunden; auf Gran Canaria großen Respekt vor meiner Arbeit. In Wirklichkeit bedeutet wahrer Reichtum für mich, am Spielfeldrand des Center-Courts in Cervia zu stehen, mit Freunden und einem Bier in der Hand.

In deiner Liste der Länder, die du fürs Beachtennis bereist hast, fehlt Deutschland. Hattest du nie Lust, bei uns vorbeizukommen?

Ich habe viele nette Einladungen von euch bekommen. Wir haben uns vorgestellt, wie es sein würde, mit meinen gerade einmal 20 deutschen Wörtern dort meine Arbeit zu machen. Deutschland hat mich immer fasziniert, aber immer kam was dazwischen, sodass ich die Einladungen nie annehmen konnte. Ich werde wohl als Fan kommen müssen.

Du bist immer willkommen. Welche Erinnerungen hast du an den 3. August 2014?

Da lief gerade das Finale der Weltmeisterschaften in Cervia. Dann hat sich eine Gewitterfront genähert, die ersten Gegenstände sind durch die Luft geflogen. Die Spieler mussten ihr Match unterbrechen. Ich habe dann eine Ansage gemacht, etwa 15 Sekunden lang, und habe die Zuschauer eingeladen, geordnet, ohne Panik und mit Respekt vor den Spielern die Tribüne zu verlassen. Am Ende dieser Ansage ist das Gewitter losgebrochen, und alle sind abgehauen. Die Spieler haben mir dann vorgeworfen, ich hätte das Spiel manipuliert. Aber weil der Vorwurf von allen vier Spieler kam, war ich mir sicher, nichts manipuliert zu haben.

  • Marco Ortolani
    WM ITF 2014, Cervia

Das war ein besonderes Jahr für die WM, weil die Spiele auf den Montag verschoben wurden. Aber auch am nächsten Tag war das Stadion voller Zuschauer und voller Emotionen. Welche Erinnerung hast du an jenen Tag?

Um 14.30 Uhr des Folgetags, ein Werktag, war das Stadion in der Tat wieder gefüllt. Das Finale wurde beim Stand von 2:2 und 40:40 fortgesetzt. Das Team, das den Punkt zum 3:2 gewonnen hat (den damals alle als super-entscheidenen Punkt angesehen hatten), verlor anschließend das Match. Es hat damit bewiesen, dass dieser eine Punkt einer wie jeder andere war - wichtig, aber nicht entscheidend.

Auf dem Center-Court in Cervia sind viele historische Spiele bestritten worden, mit Mingozzi/Marighella oder auch Garavini/Tazzari. Aber dann sind auch die ausländischen Spieler gekommen; die Brasilianerinnen, die ersten nicht-italienischen Siegerinnen, dann der Spanier Antomi Ramos als erster ausländischer Sieger bei der WM. Was haben die ausländischen Spieler diesem Sport gebracht? Und wie hast du die Entwicklung der italienischen Spieler, die vormals unbesiegbar schienen, gesehen?

Die ausländischen Spieler haben zunächst einmal ihre Flaggen mitgebracht. Der freiwillige Helfer Pira hatte die Idee, die Teams damit einlaufen zu lassen. Damit war die Möglichkeit gegeben, den Zuschauern und der Welt den Sport mit internationalem Charakter zu präsentieren. Es ist heute noch die schönste Visitenkarte unseres Sports, die Spieler mit ihren Nationalfarben zu sehen, speziell bei den Weltmeisterschaften in Cervia.

Wie hast du dagegen die Entwicklung bei den Frauen gesehen, einem anderen Spiel aber nicht weniger interessant, auch wenn es weniger Zuschauer anzieht?

Bei den Frauen hinken wir hinterher, und das ist sehr schade, weil der Strand der ideale Platz ist, um das Spiel der Frauen aufzuwerten, und auch um ihre Schönheit in einem Ambiente von Respekt und Sicherheit zu bewundern (ich kann mich nicht erinnern, dass jemand auf einem Beachfeld das je nicht respektiert hätte). Mein Vorschlag wäre, die Netzhöhe um zehn Zentimeter zu verringern, um das Offensivspiel der Frauen besser zur Geltung zu bringen. Zu oft beenden sie einen Ballwechsel mit einem Fehler und nicht mit einem Gewinnschlag. Auch am Mikrofon habe ich gemerkt, dass dies hinderlich war für das Spektakel. Vielleicht hat auch eine große Persönlichkeit gefehlt, eine Spielerin mit Charisma, die eine kommunikative Rolle interpretieren konnte außer der einer Siegerin.

  • Marco Ortolani
    WM ITF 2016, Cervia, mit Giulia Gasparri
  • Marco Ortolani
    ITF Aruba 2010, Aruba, mit Paolo Tronci und Bertrand Coulet
  • Marco Ortolani
    ITF Cervia 2011, Cervia, mit Alex Mingozzi

In deinem Buch “Beach Tennis Ravenna Capitale” erzählst du die Geschichte von Beachtennis. Nach den Jahren der IFBT-Weltmeisterschaften in Marina di Ravenna hat sich das Geschehen nach Cervia zu den Weltmeisterschaften der ITF verschoben. Jetzt ist die WM ganz weggezogen aus der Emilia-Romagna. Was verliert die Region?

Ich versteh meine Leute der Emilia-Romagna wirklich nicht: Sie haben eine Sportart erfunden und haben sie sich wegschnappen lassen. Mittlerweile ist der Sport ein Mittel für den Tourismus, für die Kultur, für das Wohlbefinden, für das Bild einer Region. Wie kann man so eine Gelegenheit einfach wegwerfen?

In diesem Jahr feiert unser BEACHCLUB2010® seinen zehnten Geburtstag. Nach den ersten Turnieren in Deutschland, angefangen 2010, auch die in der Porsche-Arena, organisieren wir jetzt das Event in Saarlouis. Wenn wir dich hierzu einladen, kommst du vorbei?

Es wäre mir eine Ehre. Aber ich komme ohne Mikrofon!

Wenn das nicht klappt, müssen wir uns eben mit Cappelletti al Ragu im Moro in Cervia begnügen.

Das ist nicht nur so daher gesagt. Die ausländischen Spieler, die nach Cervia gekommen sind, haben unsere Küche geliebt und diese tollen Tafelrunden abends, am Ende des Turniers, bei denen Projekte für weitere sportliche Abenteuer diskutiert wurden. Der Erfolg des Turniers beim Bagno Delfino hat seine Ursache auch in diesen tollen Abenden.

  • Marco Ortolani
    Beach Tennis Ravenna Capitale
  • Marco Ortolani
    ITF WM 2016, Cervia
  • Marco Ortolani
    ITF Cervia 2010, Cervia
  • Marco Ortolani
    ITF WM 2013, Cervia
  • Marco Ortolani
    ITF WM 2016, Cervia

Wir haben während der Weltmeisterschaften zusammengearbeitet, wir Fotos, du Artikel. Und auch auf Aruba haben wir kooperiert. Welche Erinnerungen hast du an unsere Zusammenarbeit?

Eine einmalige Erinnerung an euch und eure Fähigkeit, Zeit, Wissen und Energie ins Beachtennis zu investieren. Es war immer eine große Freude, mit euch zusammenzuarbeiten. Ich erinnere mich an eine lustige Episode, als du, außer in der Funktion für die Presse und Internet, beim Turnier auf Aruba auch selbst zum Schläger gegriffen hast. Im Doppel an der Seite eines sehr schwachen Arubaners. Nach der ersten Niederlage hat er dich gefragt: "Was könnten wir tun, um das nächste Spiel zu gewinnen?" Du hast geantwortet: "Du könntest damit anfangen, nicht zehn Bier zu trinken, bevor du auf den Platz läufst." Eine unvergessliche Anekdote.

Im Jahr 2010, gerade im Geburtsjahr unseres BEACHCLUB2010® und einem großen Jahr für Beachtennis mit den Weltmeisterschaften im Foro Italico in Rom, hast du eine Umfrage gestartet, was man ändern müsste, um die Sportart auch in der Zukunft interessant zu machen. Die Bälle, Schiedsrichter, Spielformel, Teamwettbewerbe. Wie blickst du heute mit etwas Abstand auf Beachtennis?

Es braucht einen Aufschwung. Mich stört die Konkurrenzsituation mit Padeltennis, das dem Beachtennis Spieler und Interessen geraubt zu haben scheint. Ich frage mich, wie man sich in einen Käfig einsperren lassen kann, anstatt einen tollen Strand zu erleben. Da bräuchte es ein paar Zeugnisse. In der Vergangenheit hat der richtige Kampfgeist gefehlt, diese zu finden.

Maximilian Hamm im März 2020